HOME
BIKES
CARS
PRESSE
TECHNIK
LINKS
INHALT
ON TOUR
VINTAGE
gallerie button ktm
youtube_button
zeigen

disclaimer 

Smokevillebanner2006
GPZ550 Logo

Es war einmal in der idyllischen Region Hannover, wo ich mal wieder beschloss, einem echten Kind der 80er Jahre neues Leben einzuhauchen: einer giftgrünen Kawasaki GPZ550 A1. Was als normales Restaurationsprojekt begann, entpuppte sich als epischer Kampf zwischen Mensch, Maschine und der Elektrik des letzten Jahrhunderts nach der Abholung der GPZ Trümmer in Recklinghausen mit Kai.Das schöne an diesen Modell ist,das es alle Teile sehr häufig und günstig gibt. Quasi ein Low cost Project ,deshalb auch ideal für Einsteiger

Hier ist die Chronik meines Garagen-Abenteuers:

GPZ 550 Schrott begins b

Akt 1: Der Vergaser-Fluch und das HB-Männchen

Es fing schon gut an. Wer jemals versucht hat, vier Vergaser im Alleingang zurück in den engen Rahmen einer 550er Kawa zu prügeln, weiß, dass man dafür drei Hände und die Geduld eines buddhistischen Mönchs braucht. Bei mir  stieg sofort der Blutdruck auf 180  – das berühmte HB-Männchen stand kurz vor dem Abflug. Zum Glück eilte mein guter Kumpel Micha zur Rettung. Vergaser drin, erste Proberunde lief. Der Motor schnurrte, aber das Motorrad hielt ein paar fiese Überraschungen bereit.

Aufbau 1

Akt 2: Das Mysterium der 80er-Jahre-Elektronik

Die GPZ550 hatte damals ein futuristisches Digital-Display – die  absolute Evoltution in LCD  im Jahr 1984, aber im Jahr 2025 ein Quell purer Freude. Ich stand so also vor zwei Endgegnern:

Der vergammelte Tankgeber: Das Ding im Tank war komplett verrotet. Also: ausbauen, zerlegen, neu einmessen und das Display wegen einer kalten Lötstelle nachlöten. Nach dreimaligem "Tank leer, Tank voll"-Spielchen tat die Anzeige endlich, was sie sollte.

Das verflixte Batteriesensorkabel: Die rote Batteriekontrollleuchte blinkte fröhlich vor sich hin. Laut Handbuch bedeutete "Unterbrechung = Blinken". Ich  legte das Kabel testweise auf Minus – blinkte immer noch. Ein weiser Tipp von einem Kumpel aus dem GPZ900R-Forum am "Georxxx" (dem lokalen Bikertreff) brachte die Erleuchtung: Das Kabel muss auf Plus! Um das Steuergerät nicht zu grillen, schleifte ich  vorsichtshalber eine 20-Watt-Glühbirne als Sicherung ein. Siehe da: Die Lampe blieb aus, die Kawa lädt.

Elektronik

Akt 3: Der platte Übeltäter und der Reifen-Geiz

Gerade als ich dachte, ich hätte es geschafft, streikte die Leerlaufanzeige. Der Übeltäter? Ein Leerlaufschalter, der vorne völlig plattgedrückt war. "Noch nie sowas gesehen", wunderte nicht nur ich mich, schraubte einen neuen rein und strich den Fehler von der Liste.

Dann ging es an die Reifen.Für die Abnahme reichten die Neuen alten. Aber dann war der vorn auf einmal platt,ich ich schaute mich um nach BT45 / 46  "Neu kaufen für 250 Euro kann jeder", dachte sich mir. Mit der Geduld eines Jägers schoss ich einen fast neuen Bridgestone-Vorderreifen (nur 50 km zum Tüv gelaufen) und einen vier Jahre 2 Jahre alten, ungenutzten Hinterreifen für schlappe 75 Euro. Schnäppchen des Jahres! Die Dekra  hatte nix zu meckern, die Vollabnahme war geritzt. Ab in die wohlverdiente Winterpause.

49732664rb

Akt 4: Die Kawa macht den Tiefflug

Frühling 2026. Erste Ausfahrt. Ich zog am Kabel, bremste – und die Kawasaki ging vorne in die Knie wie ein sterbender Schwan. Die Gabel war so weich, dass der Kotflügel laut auf die Verkleidung knallte. Das "Anti-Dive"-System der 80er war wohl eher ein "Pro-Dive".

Also ging es im Mai 2026 wieder ab in die Werkstatt. Progressive Wirth-Federn wurden organisiert. Beim Ausbau zeigte sich der optische Schock: Die alten Federn sahen im Vergleich zu den neuen aus wie mickrige Kugelschreiber-Federchen. Die neuen Dinger wurden reingeprügelt, das Anti-Dive-System überholt, und siehe da: Die Kawa war plötzlich "bretthart". Kein Durchschlagen mehr, die GPZ550 fährt sich wie frisch aus dem Werk.

50943149nx

Das glückliche Ende:
Nach unzähligen Nervenzusammenbrüchen, genialen Improvisationen und dem Triumph über die Elektronik rollt die grüne Kawa nun seidenweich du
rch die Saison 2026. Und ich genieße den Sommer, während meinen anderen Bikes kurz  vor Neid blass werden.

Hier ist die Zusammenfassung meines  Projekts zum Aufbau der Kawasaki GPZ550 A1 basierend auf dem Forumsbericht:

Ausgangslage & Zustand

Das Motorrad wurde für wenig Geld in Recklinghausen gekauft.

Motor & Technik: Der Motor dreht, hat auf allen Zylindern gute Kompression (10 bis 11 Bar) und sprang im ersten Testlauf gut an. Die Elektrik funktionierte weitgehend.

Mängel & Pfusch: Beim Zerlegen kam erheblicher "Kern-Pfusch" ans Licht, darunter eine selbstgezimmerte Fußrastenplatte und ein provisorisch zusammengeschustertes Auspuff-Verbindungsrohr ohne Dichtring.

Durchgeführte Arbeiten & Beschaffung

Rahmentausch: Da die Papiere des Originalrahmens fehlten, wurde kurzerhand ein top intakter Tauschrahmen mit in Lehrte besorgt (inklusive Papieren, Hauptständer und Schwinge).

Tank & Lackierung: Der Tank war innen glücklicherweise blitzblank. Macken wurden per Spotrepair ausgebessert. Lackiert wurde die GPZ in einem angemischten fast Original Grün (Volvo-Truck-Lack), welche in der Farbe in Europa so recht einmalig ist.Nur eine GPZ750 gabs es noch in den knalligen Kawasaki Grün

Verkleidung: Die beschädigte Verkleidung wurde mit ABS-Kleber repariert, gespachtelt, geschliffen und neu lackiert.

Teilebeschaffung: Fehlende Kleinteile wie das vordere "Geweih" (Scheinwerferhalterung) wurden nachgekauft und ausgerichtet.Gabel mit Anti Dive wurde komplett überabeitet

Galvanik / Aufbereitung: Nach dem kompletten Zerlegen wurden rund 10 kg Kleinteile, Schrauben und Achsen vorab gebürstet, gestrahlt, teilweise poliert (z. B. Schwingenschrauben) und anschließend zum Neu-Verzinken gegeben

fährt 2 800
neu1

mehr aktuell dazu....

neu1

schaut hier mal vorbei,es lohnt sich....

ZULogForumTop2

alle 50ccm Modelle und Fabrikate und der aktuelle Kanal (Blog)  von mir. 

Computer